DER WANDEL, NÄMLICH DER KLIMAWANDEL, HAT LÄNGST BEGONNEN


Nachhaltigkeitsfrühstück der Österreichischen Hagelversicherung mit Ministerin Köstinger

2018 war das wärmste Jahr in der mehr als 250-jährigen Messgeschichte. Der Klimawandel ist nichts Abstraktes, sondern auch in Österreich in der Lebensrealität der Menschen, aber auch in der Landwirtschaft, angekommen. Es braucht daher einen gesellschafts- bzw. wirtschaftspolitischen Wandel und ein Umdenken von jedem Einzelnen.

 

Bundesministerin Elisabeth Köstinger war am, 17. Jänner zu Gast bei unserer achten Ausgabe des Nachhaltigkeitsfrühstücks und betonte vor 150 Opinion Leadern: „Uns allen ist die Notwendigkeit von Maßnahmen gegen den Klimawandel bewusst. Gerade im Bereich des Klima- und Umweltschutzes ist uns im Rahmen der Österreichischen Ratspräsidentschaft zuletzt einiges gelungen. Mit der beschlossenen CO2-Reduktion bei Neuwagen und LKW auf europäischer Ebene werden Einschätzungen zufolge zwischen 2020 und 2030 rund 54 Millionen Tonnen CO2 eingespart.“

 

Der Klimawandel macht vor Landesgrenzen nicht Halt, deshalb ist ein solides internationales Netzwerk auch im globalen Kampf gegen die Klimakrise unverzichtbar. Aber auch national sind Anstrengungen erforderlich.

 

„Der Fokus liegt glasklar auf dem Ausbau erneuerbarer Energiesysteme, da ist Österreich schon Vorbild“, erklärte Ministerin Köstinger. Mehr als 70 % unseres Stroms werden aus nachhaltigen Quellen erzeugt. Laut Bundesministerin wurde für Österreich soeben ein neues Aktionspaket zur Förderung der Elektromobilität mit erneuerbarer Energie geschnürt. „Ein Verkehrssystem ohne fossile Energie ist technisch möglich und langfristig auch machbar. Dasselbe trifft auf unsere Gebäude und Heizsysteme zu“, unterstrich Bundesministerin Köstinger und versicherte uns, dass sie ihren eingeschlagenen Weg konsequent 2019 und darüber hinaus fortsetzt.

 

Es ist mir wichtig, dass wir den Umwelt- und Klimaschutz als Chance sehen, anfangen gemeinsam umzudenken und uns der zentralen Herausforderungen annehmen:

  1. Ein vermehrter Umstieg vom motorisierten, emissionsgetriebenen Individualverkehr auf öffentliche Verkehrsmittel ist ein Gebot der Stunde. Die gute Nachricht ist, dass in den nächsten fünf Jahren von der Regierung so viel in die Schiene investiert wird wie noch nie, nämlich 15 Milliarden Euro.
  2. Das auf fossile Energie aufgebaute Wirtschaftssystem muss auf erneuerbare Energie umgebaut werden bzw. müssen Energieeinsparungspotentiale genutzt werden.
  3. Eine ambitionierte ökologische, sozial und wirtschaftlich gerechte Steuerreform. Der fossile Energie- und Ressourcenverbrauch muss besteuert werden, während gleichzeitig der Faktor Arbeit entlastet wird.
  4. Das bedrückendste, nationale Umweltproblem ist der Bodenverbrauch. Die Begrenzung des Bodenverbrauchs von den aktuell 12,4 Hektar auf 2,5 Hektar pro Tag muss gelingen. Das ist national umsetzbar, zum Beispiel durch eine Offensive zur Revitalisierung der mehr als 40.000 Hektar leerstehenden Immobilien!

Es wurden bereits Schritte im Kampf gegen die Erderwärmung gesetzt. Nun gilt es weiter zu trainieren, um den Marathon am Weg zu einem nachhaltigen Österreich zu schaffen. Nachhaltigkeit bedeutet, dass auch unsere Kinder und Enkelkinder die gleichen Chancen haben, ihr Leben zu gestalten, wie wir sie hatten. Dazu zählt auch, unseren Boden als Ressource für die Zukunft zu schützen.

 

Autor: Dr. Kurt Weinberger

CEO der Österreichischen Hagelversicherung und

Mitglied im Österreichischen Rat für Nachhaltige Entwicklung

 

 

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